Sonderthema:
Hilft Schnaps wirklich bei der Verdauung?

Hausmittel-Mythos

Hilft Schnaps wirklich bei der Verdauung?

Der Schnaps nach dem Essen ist in Österreich eine Institution. Nach dem (ebenfalls typischen) viel zu üppigen Essen setzt das unliebsame Völlegefühl und Drücken ein. Zur Erleichterung muss ein Stamperl her. Doch ist dieses „Hausmittel“ wirklich eine Wohltat für den überarbeiteten und sich beschwerenden Magen?

Falsche Versprechungen
Schnaps ist ein besonders hochprozentiger Alkohol. Direkt nach dem Trinken kann er tatsächlich dafür sorgen, dass sich die Muskulatur des Magens entspannt und das Zwicken und Zwacken nachlässt. Allerdings spielt uns der Schnaps damit etwas vor: Denn durch die verringerten Kontraktionen der Muskeln wird die Verdauung erschwert. Das heißt, der berühmte Verdauungshelfer tut genau das Gegenteil.

Was stattdessen weit bessere Dienste als Verdauhilfe leistet, ist ein Spaziergang. Leichte Bewegung regt die Verdauung an und reduziert das unangenehme Völlegefühl. Der positive Nebeneffekt: Ein paar Kalorien werden auch schon verbrannt. Die logische Lösung wäre natürlich, gar nicht erst so viel zu essen, bis man sich unwohl fühlt. Diese Tipps können dabei helfen:

Achtung! Diese Fehler führen zum Überessen 1/8
1. Lange Pausen zwischen dem Essen Wenn Sie zu lange nichts essen, dann droht Heißhunger und dann stopfen Sie alles unkontrolliert in sich hinein.Tipp: Immer einen Snack parat haben - zum Beispiel einen Notfalls-Apfel oder ein paar Nüsse.
2. Strikte Verbote Wenn Sie sich jedes Stückchen Schokolade und jedes Gummibärchen strikt verbieten, dann wird die Lust darauf erst recht groß. Alles was verboten ist, zieht magisch an, sodass Sie früher oder später eine Heißhunger-Attacke überrollt.Tipp: Erlauben Sie sich kleine Mengen kalorienreicher Lebensmittel.
3. Essen vor dem Fernseher Fernsehen und Chips gehören für Sie einfach zusammen? Dann dürfen Sie sich aber auch nicht wundern, wenn die Lieblingsjeans nicht mehr passt. Beim spannenden Krimi ist die Chipstüte schnell leer und Sie fühlen sich übervoll. Ähnlich fatal sind Knabbereien vor dem PC.Tipp: Gegessen wird nur am Esstisch! So essen Sie viel bewusster und kontrollierter - und keine unnötigen Dickmacher.
4. Keine Großpackungen Die Riesentafel Schokolade ist zwar günstiger, macht aber auch dicker. Wer kann schon so einfach eine geöffnete Tafel Schokolade oder die offene Chipspackung wieder weglegen?Tipp: Kaufen Sie keine Großpackungen, sondern beispielsweise kleine portionierte Schokoriegel.
5. Keine großen Portionen Große Teller verleiten zu großen Portionen, denn große Teller werden voller gemacht, als kleine. Da Sie nichts wegwerfen möchten wird die Mega-Portion aufgegessen.Tipp: Essen Sie von kleinen Tellern und gönnen Sie sich einen Nachschlag, wenn Sie danach wirklich noch hungrig sind.
6. Immer nebenbei essen Neben der Arbeit oder der Hausarbeit ein Stück Kuchen, ein paar Kekse oder eine Semmel essen... Wer ständig nebenbei isst, bekommt gar nicht mit, wann er eigentlich satt ist und wie viele unnötige Kalorien im Körper landen.Tipp: Machen Sie bewusste Essens-Pausen. Danach fühlen Sie sich satt.
8. "Eh schon egal...." Auch schlechtes Gewissen führt zum "Überessen". Wenn Sie Schokolade essen und dabei ein schlechtes Gewissen haben, essen Sie oft mehr davon, als Sie eigentlich wollten, weil es "jetzt eh schon egal ist."Tipp: Genießen Sie lieber ohne schlechtes Gewissen. Sie haben sich das Stückchen Schokolade bestimmt verdient!
9. Von fremden Tellern naschen Eigentlich haben Sie schon gegessen, aber die Pommes am Teller des Partners schauen so verlockend aus... Unbewusst greifen Sie immer wieder hin und verlangen von Ihrem vollen Magen Höchstleistungen.Tipp: Bleiben Sie stark! Wenn Sie bereits gegessen haben, dann kann der Partner ruhig mal alleine essen.

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